Hoverboard

Am 21. Oktober 2015 ist es soweit. Marty McFly kehrt zurück in die Zukunft. Was wäre passender, als ihn mit einem Hoverboard zu empfangen? Das Hoverboard hatte seinen ersten Auftritt 1989, im zweiten Teil der Kino-Trilogie „Back to the Future“ und seit der Jahrtausendwende werden auch in der Realität zunehmend neue Hoverboard-Konzepte vorgestellt. Aber nicht alle Hoverboards sehen McFly’s räderlosem Skateboard ähnlich. Manche sind große Quadrocopter, andere nutzen einen Wasserstrahlantrieb und sind nur auf Gewässern einsetzbar. Die jüngsten Modelle, die tatsächlich wie ein Skateboard ohne Räder aussehen, haben der Automobilbauer Lexus im Juni 2015 und der Erfinder Greg Henderson im Oktober 2014 vorgestellt. Sie schweben allerdings nur über Oberflächen aus Aluminium, Kupfer oder anderen NE-Metallen. Ein ähnliches Konzept wurde bereits 2011 an der Pariser Universität Diderot realisiert. Das Hoverboard konnte aber nur über speziellen Magnetschienen schweben. Was kannst du heute schon mit einem Hoverboard anstellen?

Die Funktionsweise der verschiedenen Hoverboards, die du bereits kaufen kannst, sind sehr unterschiedlich. Diejenigen Hoverboards, die dem Brett aus „Zurück in die Zukunft“ am ähnlichsten sehen, arbeiten mit supraleitenden Elektromagneten. Der Nachteil bei diesen Hoverboards ist, dass sie eine Metallfläche als Untergrund zum Schweben brauchen. Das ist bei einem Hoverboard nicht der Fall, das auf einem Luftkissen schwebt. Dabei handelt es sich allerdings meist um Quadrocopter oder ähnliche Konstruktionen, die einem Hoverboard auch von der Art der Bewegung wenig ähnlich sind.
Eine sehr Hoverboard-artige Fortbewegung. aber mit Kontakt zum Boden, bietet das Solowheel und der IO Hawk. Beide funktionieren nach dem Segway-Prinzip, besitzen aber keinen Lenker und das Solowheel auch nur ein Rad. Andere, eher experimentelle Hoverboards schweben auf Luftkissen, die sie mit Laubbläsern erzeugen, oder sind wie Quadrocopter aufgebaut. Zu den ausgereiftesten, aber auch dem McFly’schen Hoverboard unähnlichsten zählen die nur auf dem Wasser einsetzbaren Versionen. Sie saugen hinten durch einen dicken Schlauch Wasser an und pumpen es durch nach unten gerichtete Düsen. Mit diesen Hoverboards reitest du also praktisch auf einem beziehungsweise mehreren Wasserstrahlen.
Verkehrsrechtlich sind diese Hoverboards wie Wasserski und Wassermotorräder einzustufen. In der Regel darfst du sie also nur auf entsprechend gekennzeichneten Flächen nutzen. Für die anderen Hoverboards sieht die rechtliche Situation noch ungünstiger aus. Die Segway-artigen Geräte dürfen eigentlich gar nicht auf die Straße und auf öffentliche Plätze. Hier fehlen noch entsprechende Regelungen in der Straßenverkehrsordnung. Auch die echten Hoverboards sind noch zu neu, als dass die StVO sich bereits mit ihnen befassen würde. Im Prinzip müssten die wenige Zentimeter über dem Boden schwebenden Bretter wie Skateboards behandelt werden. Die Frage ist aber noch wenig relevant, solange die Boards nur über Metall schweben können. Das größte Hindernis für die Benutzung auf der Straße ist daher der Mangel entsprechender, metallischer Straßenbeläge.

Die Entwicklung ist bei den Hoverboards noch voll im Gang. Wer sich jetzt ein solches Schwebebrett kauft, gehört zu den Pionieren dieser Fortbewegungsart. Das gilt besonders für die Hoverboards, die auch auf dem Land einsetzbar sind. Ein magnetisch schwebendes Hoverboard ist zudem als reines Sportgerät anzusehen, da du es nur auf speziell vorbereiteten Plätzen mit Metallboden nutzen kannst. Bis zum 21. Oktober 2015 ist aber nicht mehr viel Zeit und ein Hoverboard ist schon nötig, um Marty McFly einen angemessenen Empfang zu bieten.

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